Lademodi 2, 3 und 4
Die Lademodi 2, 3 und 4 sind IEC-Klassifikationen dafür, wie ein Elektrofahrzeug mit seiner Stromversorgung verbunden wird und wo Steuerungs- und Schutzfunktionen angeordnet sind. Sie beschreiben Ladeanordnungen, nicht Anschlussformen, Ladenetzprodukte oder die ähnlich benannten nordamerikanischen Ladestufen. IEC 61851-1:2017 — General requirements for conductive charging systems
Unterschiede zwischen den Modi
- Modus 2 liefert Wechselstrom aus einer Standardsteckdose über ein Kabel mit integrierter Steuer- und Schutzeinrichtung. Die tragbare Einheit stellt Control-Pilot- und Sicherheitsfunktionen bereit, die ein einfaches Haushaltskabel nicht bietet.
- Modus 3 liefert Wechselstrom über eine fest angeschlossene, spezielle EVSE. Die Station übermittelt dem Fahrzeug den verfügbaren Strom und steuert, wann die Versorgung eingeschaltet wird. Eine Modus-3-Station kann ein fest angebrachtes Kabel oder eine Steckdose für ein abnehmbares Kabel verwenden.
- Modus 4 liefert Gleichstrom aus einem externen Ladegerät. Das Ladegerät wandelt Netzwechselstrom in geregelten Gleichstrom um und stimmt Spannung und Strom vor und während der Energieübertragung mit dem Fahrzeug ab. Besondere Anforderungen an DC-Ladegeräte behandelt IEC 61851-23. IEC 61851-23:2023 — DC electric vehicle supply equipment
Der Modus bestimmt die Leistung nicht allein. Die verfügbare Ladeleistung hängt außerdem von Elektroinstallation, EVSE, Kabel- und Anschlussnennwerten, Spannung, Phasenkonfiguration, Fahrzeugeingang, Batteriespannung, thermischen Bedingungen sowie dem Onboard- oder DC-Ladelimit des Fahrzeugs ab.
Modus 2 wird häufig für tragbares oder gelegentliches AC-Laden verwendet, während Modus 3 die übliche Anordnung für spezielles AC-Laden zu Hause und an öffentlichen Punkten ist. Modus 4 umfasst öffentliches und privates DC-Laden von Geräten mit geringer Leistung bis zu Hochleistungs-Schnellladegeräten. Den umfassenderen elektrischen Pfad und praktische Leistungsgrenzen erläutert EV Charging: The Complete System.