Sony Honda Mobility sagt die Afeela ab
Sony Honda Mobility (SHM) gab am 25. März 2026 bekannt, dass es die Entwicklung und Markteinführung sowohl der Afeela 1 Limousine als auch des geplanten zweiten Modells, eines viertürigen SUV, eingestellt hat. Die Entscheidung beendet ein Joint Venture, das ein technologisch fortschrittliches Luxus-Elektroauto bis Ende 2026 auf den Markt bringen sollte.
Die Absage ist eine direkte Folge von Hondas umfassender Neubewertung seiner Elektrifizierungsstrategie, die am 12. März angekündigt wurde. Diese Überprüfung führte dazu, dass Honda cancel three EVs planned for North American production, sodass SHM die Plattformtechnologie und Produktionskapazitäten fehlten, die für das weitere Vorgehen notwendig gewesen wären.
Was war die Afeela
Die Afeela 1 war eine Mittelklasse-batterieelektrische Limousine, die gemeinsam von Sony und Honda im Rahmen ihres 50/50-Joint Ventures Sony Honda Mobility Inc. entwickelt wurde, das 2022 gegründet wurde. Sony brachte sein Entertainment-, Sensor- und Software-Know-how ein. Honda stellte die Fahrzeugplattform, die Fertigung und die Automobiltechnik bereit.
Das Fahrzeug wurde erstmals als Konzept auf der CES 2023 gezeigt und in näher an der Serienreife befindlicher Form auf der CES 2025 vorgestellt. Es war mit einer 91 kWh Lithium-Ionen-Batterie ausgestattet und hatte eine geschätzte EPA-Reichweite von bis zu 300 Meilen, DC-Laden mit bis zu 150 kW sowie einen NACS-Ladeanschluss. Das Interieur setzte stark auf Sonys Entertainment-Ökosystem, mit einem ultraweiten Armaturenbrettdisplay, PlayStation-Integration und einem abonnementbasierten Softwaremodell, das Funktionen für autonomes Fahren, einen persönlichen KI-Assistenten und 5G-Konnektivität umfasste.
Zwei Ausstattungsvarianten waren geplant: die Afeela 1 Signature für 102.900 US-Dollar und die Afeela 1 Origin für 89.900 US-Dollar, wobei die Origin für einen Markteintritt im Jahr 2027 vorgesehen war. Die Produktion sollte in einer Honda-Anlage in Ohio stattfinden, und der Erstverkauf war auf Kalifornien beschränkt.
Das zweite Modell, ein SUV, wurde noch nicht offiziell vorgestellt, sollte aber bereits 2028 auf den Markt kommen.
Warum es abgesagt wurde
Hondas Ankündigung vom 12. März war der Auslöser. Angesichts dessen, was Honda als „jüngste Veränderungen im Geschäftsumfeld“ bezeichnete, sagte Honda drei für die nordamerikanische Produktion geplante Elektroautos ab – den Honda 0 SUV, den Honda 0 Saloon und den Acura RSX – und wies mögliche Verluste von bis zu 2,5 Billionen Yen (etwa 16 Milliarden US-Dollar) aus. Honda führte als Hauptfaktoren die Abschaffung der US-Elektroauto-Kaufanreize, gelockerte Emissionsvorschriften und neue Einfuhrzölle an.
SHM war für die grundlegende Fahrzeugtechnologie und die Produktionskapazitäten auf Honda angewiesen. Nachdem Honda sich von seinen Elektroauto-Verpflichtungen in Nordamerika zurückzog, erklärte SHM, dass es „keinen gangbaren Weg mehr gebe, die Modelle wie ursprünglich geplant auf den Markt zu bringen.“
Das ist ein offenes Eingeständnis. Das Joint Venture war so strukturiert, dass Sony sich um Software und Entertainment kümmerte, während Honda das Fahrzeug selbst übernahm. Als Honda den Fahrzeugteil zurückzog, gab es nichts mehr, worauf aufgebaut werden konnte.
Was passiert als Nächstes
SHM teilte mit, dass es allen Kunden, die eine Reservierung in Höhe von 200 US-Dollar für die Afeela 1 in Kalifornien vorgenommen haben, vollständige Rückerstattungen gewähren wird. Der Produktionsplan in Ohio fällt somit weg.
Sony und Honda gaben an, die Zukunft von SHM weiter zu diskutieren und zu bewerten, mit dem Plan, die „zukünftige Ausrichtung und die mittelfristige bis langfristige Positionierung“ des Joint Ventures zu einem späteren Zeitpunkt bekannt zu geben. Diese Formulierung lässt Raum für eine Neuausrichtung – möglicherweise hin zu Software oder Mobilitätsdienstleistungen – verpflichtet aber keines der Unternehmen zu etwas Konkretem.
Was das für die Branche bedeutet
Die Afeela war eines der prominentesten Beispiele dafür, wie ein Technologieunternehmen versucht, über eine Fertigungspartnerschaft in die Automobilindustrie einzusteigen. Ihre Absage wirft Fragen auf, wie tragfähig dieses Modell ist, wenn der Automobilpartner seinen Kurs ändert.
Sony verfügt nach wie vor über Sensor-, Entertainment- und KI-Fähigkeiten, die für die Automobilbranche relevant sind. Aber ein Auto zu bauen erfordert eine Plattform, eine Fabrik und eine Lieferkette – genau die Dinge, die schwer zu ersetzen sind, wenn der Partner, der sie bereitstellt, sich zurückzieht.
Für Honda ist die Absage der Afeela Teil eines viel umfassenderen Rückzugs von kurzfristigen Elektroauto-Markteinführungen in Nordamerika. Das Unternehmen hat erklärt, langfristig weiter Elektroautos verkaufen zu wollen, verschiebt seinen unmittelbaren Fokus jedoch hin zu Hybriden und einem vorsichtigeren Rollout. Honda
Das übergeordnete Muster ist klar: etablierte Automobilhersteller werden wählerischer bei den Elektroauto-Programmen, die sie finanzieren, und Joint Ventures, die von diesen Programmen abhängen, sind verletzlich, wenn sich Prioritäten ändern.
Dieser Artikel wird aktualisiert, falls Sony Honda Mobility eine neue Ausrichtung für die Partnerschaft ankündigt.