Vorkonditionierung des Innenraums
Die Vorkonditionierung des Innenraums heizt, kühlt, belüftet oder macht den Fahrgastraum vor der Abfahrt bei geparktem Fahrzeug frei. Je nach Fahrzeug und Bedingungen kann sie Lufttemperatur, Sitze, Lenkrad, Fenster oder Windschutzscheibe vorbereiten, bevor die Insassen einsteigen.
Innenraum und Batterie sind unterschiedliche Ziele
Die Vorkonditionierung des Innenraums dient in erster Linie Komfort und Sicht. Die Battery Preconditioning bringt die Traktionsbatterie auf eine geeignete Temperatur für Laden, Leistungsabgabe, Rekuperation oder Effizienz. Ein Fahrzeug kann beide Funktionen gemeinsam planen und gemeinsame thermische Hardware verwenden; das Starten der einen Funktion belegt jedoch nicht, dass auch die andere aktiv ist.
Energie bei angeschlossenem Fahrzeug
Bei einem entsprechend ausgestatteten Fahrzeug kann die Innenraumvorkonditionierung im angeschlossenen Zustand einen Teil oder die gesamte unmittelbar benötigte Energie über den Ladeanschluss beziehen, statt die Traktionsbatterie im gleichen Umfang zu entladen. Dadurch verschiebt sich die Systemgrenze der Energiebilanz: Die Konditionierungsenergie kann vor der Abfahrt als Netz- oder Ladegerätverbrauch erscheinen, anstatt während der Fahrt der Batterie entnommen zu werden.
Das Ergebnis hängt vom Fahrzeug und von der Situation ab. Ladeleistung, Batteriezustand, Regelstrategie, Zieltemperatur, Wetter und Dauer der Vorkonditionierung können beeinflussen, woher die Energie stammt und wie viel verbraucht wird. Die Vorkonditionierung des Innenraums garantiert daher keine allgemeingültige Energie- oder Reichweitenersparnis, auch wenn sie den Komfort verbessern und die Klimatisierungslast nach der Abfahrt verringern kann.
Weitere Informationen zum übergeordneten Zusammenhang zwischen Innenraumklima, Batterietemperatur, Wärmepumpen und Widerstandsheizung finden Sie unter Heating, Ventilation and Air Conditioning.