GNSS, Kartenabgleich und Koppelnavigation
GNSS, Kartenabgleich und Koppelnavigation sind ergänzende Methoden, mit denen die Fahrzeugnavigation die Position schätzt. GNSS liefert satellitengestützte Position und Zeit, der Kartenabgleich ordnet sie einer plausiblen Straße zu, und Koppelnavigation führt die Schätzung bei schwachem Satellitenempfang aus der Fahrzeugbewegung fort.
GNSS
Global Navigation Satellite System ist der Oberbegriff für Systeme wie GPS, Galileo, GLONASS und BeiDou. Ein Empfänger kombiniert Signale sichtbarer Satelliten. Gebäude, Tunnel, Gelände, Störungen und Antennenposition können Genauigkeit oder Verfügbarkeit mindern.
Kartenabgleich
Rohkoordinaten liegen selten genau auf der digitalen Straßenmitte. Die Software berücksichtigt Unsicherheit, Richtung, Tempo, Straßengeometrie, Routenkontext und zulässige Verbindungen, um den plausibelsten Abschnitt zu wählen. An komplexen Knoten kann sie dennoch die falsche Parallelstraße, Rampe oder Ebene auswählen.
Koppelnavigation
Koppelnavigation setzt eine bekannte Position anhand von Raddrehzahl, Lenkung, Inertialsensoren oder anderen Bewegungsdaten fort. Sie hilft in Tunneln und Garagen, doch kleine Fehler summieren sich, sodass GNSS oder ein anderer Bezug sie korrigieren muss. ESA Navipedia beschreibt dafür Gyroskope und Fahrzeugsensoren bei GNSS-Ausfällen. ESA Navipedia: Road Navigation
Warum die Kombination zählt
Die drei Methoden unterstützen stabile Abbiegehinweise, korrekte Straßenauswahl, Ankunftszeit, Ladeplanung und ortsbezogene Funktionen. Keine garantiert überall spurgenaue Wahrheit; die Kartenposition ist kein sicherheitskritisches Wahrnehmungssystem.
Mehr erfahren
Siehe Vehicle positioning zu Sensoren und Fusion sowie Navigation systems zu Karten, Routen, Verkehr und Ladeführung.