Dynamisches Lastmanagement
Dynamisches Lastmanagement ist eine Ladesteuerung, die die für Elektrofahrzeuge verfügbare Leistung anpasst, wenn sich der übrige Strombedarf am Standort verändert.
Funktionsweise
Ein Zähler oder Energiemanagementsystem misst oder schätzt die aktuelle Nicht-EV-Last des Gebäudes. Die Steuerung verändert anschließend das Ladebudget für Elektrofahrzeuge so, dass der Gesamtbedarf innerhalb einer festgelegten Standort- oder Anschlussgrenze bleibt. Steigt der Gebäudebedarf, kann die Ladeleistung sinken; wird Kapazität frei, kann sie wieder steigen.
Das verfügbare Ladebudget kann gleichmäßig verteilt, nach Priorität zugewiesen oder anhand von Informationen wie Energiebedarf und Abfahrtszeit optimiert werden. Die tatsächliche Leistung wird durch EVSE, Onboard-Ladegerät des Fahrzeugs, Phasenanordnung, nutzbaren Mindeststrom, Messverzögerung und Reaktionszeit der Steuerung begrenzt.
Wichtige Abgrenzung
Dynamisches Lastmanagement ist genauer abgegrenzt als statische Leistungsverteilung. Bei der statischen Verteilung wird eine vorgegebene EV-Ladegrenze auf aktive Anschlüsse verteilt, ohne dass das System zwingend auf Laständerungen an anderer Stelle im Gebäude reagiert.
Es handelt sich außerdem um eine lokale Kapazitätssteuerung, nicht um einen Nachweis für die Teilnahme an einem Demand-Response- oder Netzdienstleistungsprogramm eines Versorgers. Bei einem Kommunikationsausfall sollte eine festgelegte sichere Rückfallgrenze gelten.
Die umfassendere Steuerungsarchitektur und die Abgrenzung zum Stromnetz beschreibt Smart Charging and Grid Integration.