Ladepunktbetreiber (CPO) und E-Mobilitätsdienstleister (eMSP)

Zuletzt geändert: Aug. 02, 2026

CPO und eMSP bezeichnen die infrastruktur- und fahrerbezogenen Rollen eines öffentlichen Ladedienstes.

Die beiden Rollen

Ein Ladepunktbetreiber (Charge Point Operator, CPO) betreibt Ladeinfrastruktur. Zu seinen Aufgaben können Installation oder Anschluss von Stationen, Statusüberwachung, Wartung der Geräte, Festlegung von Betriebsregeln und Bereitstellung von Ladepunkten für Fahrer oder Dienstpartner gehören.

Ein E-Mobilitätsdienstleister (e-Mobility Service Provider, eMSP) stellt einen fahrerbezogenen Ladedienst bereit. Er kann eine App oder Ladekarte anbieten, Stationen und Tarife anzeigen, Sitzungen autorisieren, die Kundenbeziehung pflegen und Ladetransaktionen zur Abrechnung zusammenfassen.

Ein Unternehmen kann beide Rollen übernehmen, sie beschreiben jedoch unterschiedliche Verantwortlichkeiten. An einem Roaming-Ladepunkt kann der CPO die physische Station betreiben, während der eMSP des Fahrers Zugang gewährt und Sitzungsinformationen zur Abrechnung erhält.

Verbindung der Rollen

Die Geschäfts- und Datenbeziehung kann direkt sein oder eine Roamingplattform nutzen. Schnittstellen wie OCPI können Ladepunktinformationen, Tarife, Autorisierungsdaten und Sitzungsdaten zwischen teilnehmenden Parteien austauschen. EVRoaming Foundation: OCPI

OCPP bedient eine andere Grenze: Es verbindet in erster Linie eine Ladestation mit einem zentralen Managementsystem. Keine der beiden Rollen garantiert Eigentum am Standort, Stromversorgung, universellen Roamingzugang oder einen bestimmten Ladepreis. EU-Regeln unterscheiden bei der Festlegung von Pflichten für öffentliches Laden ebenfalls zwischen Infrastrukturbetrieb und Mobilitätsdienstleistung. EU Alternative Fuels Infrastructure Regulation

Verwandte Begriffe

Die angrenzenden Schnittstellen erläutern EV charging protocols and services, Charging-network roaming und Open Charge Point Protocol (OCPP).

Quellen

Weitere Informationen