Reichweitenprognose

Zuletzt geändert: Aug. 02, 2026

Eine Reichweitenprognose schätzt, wie weit ein Elektroauto mit der aktuell verfügbaren Energie fahren kann. Fahrer nennen die Anzeige oft scherzhaft „Guess-o-Meter“.

Wie die Schätzung entsteht

Das Fahrzeug verbindet den Ladezustand oder die geschätzte verfügbare Energie mit einer Annahme über den künftigen Verbrauch. Dafür können die jüngste Fahrt, eine längere Verbrauchshistorie, der gewählte Fahrmodus, Klimatisierungsbedarf, Temperatur und bei aktiver Zielführung geplante Geschwindigkeit, Höhenprofil, Wetter und Ladestopps herangezogen werden.

Die Anzeige ist eine Schätzung und keine direkte Messung einer in der Batterie gespeicherten Strecke. Sie kann beim Wechsel vom langsamen Verkehr auf die Autobahn rasch sinken, nach einer Abfahrt steigen oder sich beim Eingeben einer Route ändern. Eine einfache, vor allem am jüngsten Verbrauch orientierte Prognose kann anders reagieren als eine routenbasierte Vorhersage für ein bestimmtes Ziel.

Fahrer sollten den Wert zusammen mit Batterieprozent, Ankunftsprognose der Navigation und einer passenden Reserve lesen. Die Genauigkeit lässt sich am Ziel über vergleichbare Fahrten besser beurteilen als durch die Erwartung, dass die Anzeige pro gefahrenem Kilometer genau einen Kilometer sinkt.

Mehr zu Reichweitenannahmen und Testwerten steht unter Understanding EV Range. Die Auswahl und Darstellung von Fahrerinformationen behandelt Information Design.

Quellen

Weitere Informationen