Matrix-LED-Scheinwerfer
Matrix-LED-Scheinwerfer nutzen mehrere unabhängig gesteuerte LEDs oder LED-Gruppen, um den Lichtkegel elektronisch zu formen.
Steuerung des Lichtkegels
Eine Frontkamera und weitere Fahrzeugsignale liefern Informationen über den Verkehr und die Fahrbedingungen. Das Steuergerät kann ausgewählte Lichtsegmente um erkannte entgegenkommende oder vorausfahrende Fahrzeuge dimmen oder abschalten, während das Fernlicht in anderen Bereichen weitgehend aktiv bleibt. Je nach Umsetzung kann dieselbe einzeln ansteuerbare Hardware auch unterschiedliche Lichtverteilungen für Kurven, Autobahnen oder Schlechtwetter bereitstellen. HELLA Tech World: Audi A6 Matrix LED headlights
Die Zahl der Segmente bestimmt, wie fein der Scheinwerfer den Lichtkegel aufteilen kann. Sie sagt jedoch nicht aus, wie weit oder gleichmäßig die Fahrbahn ausgeleuchtet wird. Optische Auslegung, Erkennungsgenauigkeit, Reaktionszeit, Scheinwerfereinstellung, automatische Leuchtweitenregelung und Kalibrierung beeinflussen das Ergebnis.
Wichtige Abgrenzung
Matrix LED beschreibt eine segmentierte LED-Architektur und ihre elektronische Steuerung. Adaptives Fernlicht (ADB) bezeichnet eine zugelassene Fernlichtfunktion, die ihr Lichtbild um andere Verkehrsteilnehmer herum anpasst. UNECE: UN Regulation No. 149 — road-illumination devices Ein Matrix-Scheinwerfer kann daher einzeln ansteuerbare Segmente nutzen, ohne in jeder Fahrzeugkonfiguration dasselbe ADB-Verhalten bereitzustellen.
Ist die Kamera verdeckt oder meldet das System einen Fehler, kann die adaptive Funktion eingeschränkt oder deaktiviert sein, obwohl das grundlegende Abblendlicht weiterhin verfügbar ist.
Mehr zur Abgrenzung von Abblendlicht, Fernlicht, ADB, Matrix-Systemen und hochauflösender Projektion enthält Headlights, daytime running lights and adaptive beams.