Abbiegelicht

Zuletzt geändert: Aug. 05, 2026

Abbiegelicht bezeichnet Leuchten, die die Fahrbahn neben der vorderen Fahrzeugecke auf der Seite, zu der das Fahrzeug abbiegt, zusätzlich ausleuchten.

Funktionsweise

Ein Abbiegelicht schaltet sich in der Regel automatisch ein, wenn der Fahrer bei niedriger Geschwindigkeit den Fahrtrichtungsanzeiger betätigt oder das Lenkrad einschlägt. Sein kurzer, breiter Lichtkegel hilft dabei, Fahrbahnränder, Bordsteine, Fußgänger und Hindernisse an Kreuzungen, Einfahrten und engen Kurven besser zu erkennen.

Nach den Einbauvorschriften der UN-Regelung Nr. 48 darf ein Abbiegelicht nur bei eingeschaltetem Fern- oder Abblendlicht betrieben werden. Die Leuchte auf einer Seite kann auf den Fahrtrichtungsanzeiger derselben Seite oder den Lenkwinkel reagieren; beim Rückwärtsfahren dürfen beide Leuchten eingeschaltet werden. Die genannte Regelung erlaubt den Betrieb des Abbiegelichts nicht bei Geschwindigkeiten über 40 km/h. UNECE: UN Regulation No. 48 — installation of lighting and light-signalling devices

Wichtige Abgrenzung

Ein Abbiegelicht sorgt für eine lokale Ausleuchtung neben dem Fahrzeug; es lenkt nicht das Hauptlichtbild des Abblendlichts. Kurvenadaptive Scheinwerfer richten den Scheinwerferlichtkegel neu aus oder passen ihn an den Kurvenverlauf an und können dadurch die Straße in größerer Entfernung sinnvoll ausleuchten. Adaptive Headlights

Eine ausführlichere Abgrenzung zwischen Abbiegelicht, kurvenadaptiver Beleuchtung, adaptivem Fernlicht und Matrixsystemen finden Sie unter Headlights, daytime running lights and adaptive beams.

Verwandte Begriffe

Quellen

Zurück zum EV-Lexikon
Weitere Informationen