Kilowattstunde (kWh)
Eine Kilowattstunde (kWh) ist die Standard-Einheit für Energie, mit der die Kapazität der Batterie eines elektrischen Fahrzeugs angegeben wird. Sie gibt an, wie viel Energie die Batterie speichern kann und damit, wie weit das Fahrzeug mit einer vollständigen Ladung fahren kann.
Wie es funktioniert
Eine kWh entspricht einem Kilowatt (1.000 Watt) Leistung, die kontinuierlich eine Stunde lang abgegeben wird. Betrachten Sie es als "Tankgröße" für ein Elektroauto — eine höhere kWh-Zahl bedeutet mehr gespeicherte Energie und in der Regel mehr Reichweite.
Elektroauto-Batterien haben zwei Kapazitätsangaben: Bruttokapazität (die gesamte Energie, die die Zellen physisch speichern können) und Nutzkapazität (der nutzbare Teil, der zum Fahren zur Verfügung steht, nachdem der Hersteller einen Puffer zum Schutz der Batterielebensdauer reserviert hat). Die Nutzkapazität liegt typischerweise bei 90–97 % der Bruttokapazität.
Warum es wichtig ist
Die Batteriekapazität in kWh ist eine der wichtigsten Spezifikationen beim Vergleich von Elektroautos. Sie beeinflusst direkt die Reichweite, die Ladezeit, das Fahrzeuggewicht und den Preis. Eine 60-kWh-Batterie fährt im selben Fahrzeug in der Regel weiter als eine 40-kWh-Batterie, benötigt jedoch auch mehr Ladezeit und erhöht das Gewicht.
Das Verständnis von kWh hilft Ihnen auch, Ladegeschwindigkeiten einzuordnen: Wenn ein Ladegerät 150 kW liefert und Ihre Batterie 75 kWh (Nutzkapazität) fasst, würde es theoretisch 30 Minuten dauern, um von leer auf voll zu laden — wobei das reale Laden langsamer wird, je mehr sich die Batterie füllt.
Häufige Werte
- Kleine Stadtautos: 25–45 kWh
- Kompakt- / Mittelklasse: 55–80 kWh
- Große SUVs und Premium-Modelle: 85–120 kWh
- Energieverbrauch: 14–25 kWh pro 100 km, je nach Fahrzeuggröße