CUPRA Raval feiert Weltpremiere als erstes urbanes Elektroauto der Marke

Zuletzt geändert: Apr. 09, 2026

CUPRA hat den Raval enthüllt, das erste urbane Elektroauto der Marke und das erste Serienmodell auf der neuen MEB+-Plattform des Volkswagen Konzerns. Die Weltpremiere fand am 9. April 2026 statt, die Auslieferungen sind für den Sommer geplant. Zudem ist es das erste Elektroauto der spanischen Marke, das außerhalb der bestehenden MEB-Familie für B-Segment und höher gebaut wird, die uns den CUPRA Born und den Tavascan gebracht hat.

Der Raval teilt seine Basis mit drei weiteren Modellen des VW Konzerns, die im Laufe des nächsten Jahres auf den Markt kommen: dem Volkswagen ID. Polo, dem Volkswagen ID. Cross und dem Skoda Epiq. CUPRA ist als erste Marke mit der Serienversion am Start und positioniert das Auto als sportlichere und aggressivere Interpretation der Plattform.

Was CUPRA bei der Weltpremiere bestätigt hat

Die Markteinführung umfasst drei Ausstattungslinien: Dynamic, Dynamic Plus und VZ Extreme. Alle drei verwenden dieselbe 52 kWh NMC-Batterie und einen einzelnen Frontmotor. Eine kleinere 37 kWh LFP "Smart Efficiency"-Variante ist für September 2026 bestätigt, war aber nicht Teil der Präsentation.

In Bezug auf den Antriebsstrang resultiert daraus vier verschiedene Modelle: der CUPRA Raval und CUPRA Raval Plus mit dem 37 kWh LFP-Paket sowie der CUPRA Raval Endurance und CUPRA Raval VZ mit dem 52 kWh NMC-Paket.

Die Produktion erfolgt im SEAT-Werk in Martorell, Spanien. CUPRA hat die vollständige europäische Preisliste noch nicht veröffentlicht, aber Angaben aus Großbritannien setzen den Einstieg unter £23,000 und den VZ Extreme bei etwa £35,705. Die Vorbestellungen beginnen kurz nach der Enthüllung, die ersten Kundenlieferungen erfolgen im Juli 2026.

Plattform und Abmessungen

Der Raval basiert auf der MEB+-Einstiegsplattform, mit der der Volkswagen Konzern die Frage beantwortet, wie man einen erschwinglichen elektrischen Kleinwagen bauen kann, ohne Komponenten mit bestehenden Verbrennungsfahrzeugen zu teilen. Es handelt sich um eine Frontmotor-Vorderradantriebs-Konfiguration, was eine deutliche Änderung gegenüber den heckmotorigen MEB-Fahrzeugen darstellt, die CUPRA bislang gebaut hat.

Außen misst das Auto 4.046 mm in der Länge, 1.784 mm in der Breite und 1.518 mm in der Höhe bei einem Radstand von 2.600 mm. Damit bewegt es sich im gleichen B-Segment wie der Renault 5, der Peugeot e-208 und der kommende Volkswagen ID. Polo. Das Kofferraumvolumen wird mit 430 Litern angegeben, was deutlich größer ist als beim deutlich größeren CUPRA Born.

Das Design übernimmt die markante "Sharknose"-Front des Showcars mit hinterleuchteten Lufteinlässen, Tri-LED-Matrix-Scheinwerfern, durchgehenden 3D-Rückleuchten und bündigen Türgriffen, die beim Annähern des Fahrers ausfahren und aufleuchten. Das Fahrzeug steht auf 18-Zoll-Felgen in der Basisversion Dynamic und auf 19-Zoll-Felgen bei Dynamic Plus und VZ Extreme.

Batterie, Laden und Reichweite

Alle Launch-Ausstattungen verwenden eine 52 kWh NMC-Batterie. CUPRA gibt eine WLTP-Reichweite von 446 km für den CUPRA Raval Endurance und 440 km für den CUPRA Raval VZ an. Das DC-Laden erreicht eine Spitze von 105 kW, und CUPRA gibt an, dass eine Aufladung von 10–80 % etwa 24 Minuten dauert.

Diese Werte entsprechen den Erwartungen, die an die MEB+-Plattform gestellt wurden, sind aber keine Schlagzeilen wert. Der Raval richtet sich nicht an die Anhänger des 800-Volt-Schnellladens. Der Fokus liegt eher auf Kosten und Verpackung als auf maximaler Ladeleistung.

Die kleinere 37 kWh LFP-Batterie, die im September 2026 kommt, ist für bis zu 115 kW DC-Laden bestätigt. CUPRA hat für diese Variante noch keine WLTP-Reichweite oder Leistungsangabe veröffentlicht. Berichte Dritter deuten jedoch auf einen Motor in der 116-hp-Klasse und eine Reichweite von etwas unter 300 km hin.

VZ Extreme und das Argument für Fahrleistung

Der CUPRA Raval VZ ist das interessanteste Modell im Sortiment und richtet sich am deutlichsten an CUPRAs bestehende Kundschaft. Er nutzt einen 166 kW (226 hp) Frontmotor mit 290 Nm Drehmoment, und CUPRA gibt eine Beschleunigung von 0–100 km/h in 6,8 Sekunden an. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 175 km/h (108 mph) begrenzt.

Die Hardware ist der wirklich spannende Teil. Der VZ Extreme erhält ein e-VAQ elektronisches Sperrdifferenzial an der Vorderachse, DCC Sport adaptive Dämpfer, ein um 15 mm tiefergelegtes Fahrwerk und eine um 10 mm verbreiterte Spur im Vergleich zum Standardmodell. Er rollt auf 19-Zoll-REBEL-Felgen mit Reifen der Breite 235 und Cup-Bucketsitzen, die mit 3D-Knit-Gewebe bezogen sind.

Dieses Muster hat Cupra bereits beim CUPRA Born VZ angewandt – die Vorderachse-Hardware an ihre Grenzen treiben, das Fahrwerk-Tuning in den Vordergrund stellen und Gewicht sowie Kosten eines Allradantriebs vermeiden. Ob dieser Ansatz bei einem 1,5 Tonnen schweren Fronttriebler im B-Segment gegen Konkurrenten wie den Alpine A290 funktioniert, hängt davon ab, wie gut das vordere Sperrdifferenzial das verfügbare Drehmoment auf einer engen Strecke handhabt.

Innenraum und Technologie

Der Innenraum kombiniert eine 10,25-Zoll-Instrumentenanzeige mit einem 12,9-Zoll-Zentral-Touchscreen. CUPRA hat Travel Assist 3.0 mit prädiktiver adaptiver Geschwindigkeitsregelung, ein Emergency Assist-System und das Smartlight Next Gen Ambientebeleuchtungssystem der Marke bestätigt. Das Sennheiser AMBEO Audiosystem mit 475 Watt Leistung wird in den höheren Ausstattungen angeboten.

Ein Detail, das erwähnenswert ist: Das Armaturenbrett enthält Projektoren, die fahrmodusbezogene Animationen auf die Verkleidung werfen. Es ist eine Funktion, die die Meinungen spalten dürfte, zeigt aber, dass CUPRA bereit ist, den Innenraum eines Kleinwagens zu nutzen, um Ideen auszuprobieren, die sich nicht so leicht im CUPRA Born oder Tavascan umsetzen lassen.

Die Sitze verwenden das Dinamica-Buckets-Design in den Launch-Ausstattungen, mit veganem Lederbezug und integrierten seitlichen sowie zentralen Airbags in den Sitzen. Die Materialwahl ist Teil des Markenauftritts: CUPRA präsentiert den Raval als Fahrzeug für Käufer, die etwas Jünger, Designorientierteres und Nachhaltigeres als das traditionelle Kleinwagen-Konzept suchen.

Markteinführung und Preise

CUPRA hat das Datum der Weltpremiere (9. April 2026), den Produktionsstandort (Martorell, Spanien) und das Lieferfenster Sommer 2026 bestätigt. Die britischen Preise sind bisher am detailliertesten: ab £22,785 für das Einstiegsmodell, während der VZ Extreme bei etwa £35,705 liegt. Europäische Preise in Euro wurden noch nicht veröffentlicht.

Die Smart-Efficiency-Variante mit der 37 kWh LFP-Batterie ist für September 2026 geplant, und eine 19-Zoll-ICON-Felgenoption ist ab Kalenderwoche 36/2026 gelistet. Dieser Zeitplan deutet auf einen gestaffelten Rollout statt einer einzigen Markteinführungswelle hin.

Was noch unklar ist

CUPRA hat noch kein vollständiges technisches Datenblatt für den Raval veröffentlicht. Die wichtigsten Lücken:

  • Exaktes Leergewicht je Variante
  • Bruttobatteriekapazität und Bestätigung der Batteriezellchemie für das 52-kWh-Paket (NMC wurde berichtet, aber nicht offiziell spezifiziert)
  • Leistung des Onboard-AC-Laders (11 kW wird erwartet; Verfügbarkeit von 22 kW ist unklar)
  • WLTP-Reichweite und Motorleistung der 37-kWh-Smart-Efficiency-Variante
  • Verfügbarkeit einer Wärmepumpe in der gesamten Ausstattungsreihe
  • Detaillierte Euro NCAP-Ergebnisse — das Fahrzeug wurde noch nicht getestet
  • Vollständige europäische Preisangaben in Euro und Bestätigung, welche Märkte welche Ausstattungen zum Start erhalten

Die meisten dieser Punkte werden in den nächsten Wochen geklärt, wenn CUPRA den Konfigurator freischaltet und die ersten Testfahrzeuge bei den Medien ankommen. Die Ausrichtung der Modellpalette ist nun klar: ein kleines Elektroauto, das unten bei unter £23,000 beginnt und oben die £35,000-Marke übersteigt, mit einer echten Performance-Variante, die statt eines zweiten Motors Hardware an der Vorderachse nutzt, um ihren Zweck zu erfüllen.

Auf EVKX

Alle vier Raval-Antriebsvarianten — CUPRA Raval, CUPRA Raval Plus, CUPRA Raval Endurance und CUPRA Raval VZ — sind nun in der EVKX-Datenbank. Die Einträge enthalten das, was CUPRA bisher bestätigt hat: Abmessungen, Antriebsstranglayout, Motorleistung, WLTP-Reichweite der 52-kWh-Ausstattungen, die 105 kW DC-Spitze und die britischen Einstiegspreise. Jede Varianten-Seite kann im Direktvergleich neben dem CUPRA Born, dem kommenden Volkswagen ID. Polo oder jedem anderen Fahrzeug in der Datenbank geöffnet werden. Die verbleibenden Felder — Leergewicht, Motordrehmoment, die tatsächliche Ladekurve, Euro NCAP, vollständige europäische Preisangaben — werden hinzugefügt, sobald CUPRA und unabhängige Tester sie veröffentlichen.

Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald weitere Details veröffentlicht werden.