gefederte Masse
Die gefederte Masse ist der Anteil der Fahrzeugmasse, der von den Fahrwerksfedern getragen wird.
Was sie umfasst
Karosserie, Batteriegehäuse, Insassen, Ladung und ein großer Teil des Antriebsstrangs gehören normalerweise zur gefederten Masse. Manche Bauteile erstrecken sich zwischen Karosserie- und Radseite des Fahrwerks. Dynamikmodelle weisen deshalb wirksame Anteile zu, statt jedes Gramm vollständig einer Kategorie zuzuordnen.
Gefederte Masse wirkt mit Radfederrate und Dämpfung zusammen und prägt Hub-, Nick- und Wankbewegung der Karosserie sowie die Eigenfrequenzen. Zusätzliche Insassen oder Ladung erhöhen die abgestützte Last, verändern die statische Einfederung und können den verfügbaren Einfederweg verringern. Eine Niveauregulierung kann die Fahrhöhe wiederherstellen, beseitigt aber weder zusätzliche Masse noch Trägheit.
Der Begriff ist das Gegenstück zur ungefederten Masse, doch ihr Verhältnis ist nur ein Faktor für Komfort und Fahrverhalten. Reifen, Geometrie, Steifigkeitsverteilung, Dämpfung, Karosseriestruktur und Regelsysteme spielen ebenfalls eine Rolle.
Zu Karosserie- und Raddynamik siehe Suspension Kinematics and Vehicle Dynamics. Wie Federn die Last tragen, wird in Suspension Springs erläutert.