Einphasiges und dreiphasiges AC-Laden
Einphasiges und dreiphasiges AC-Laden beschreibt, wie viele Wechselstromphasen die EVSE und das Onboard-Ladegerät des Fahrzeugs versorgen. Die Zahl der Phasen kann die verfügbare Ladeleistung wesentlich beeinflussen, bestimmt sie aber nicht allein.
Einfluss der Phasenanzahl auf das Laden
Bei einem einphasigen Anschluss entspricht die Leistung ungefähr Spannung mal Strom mal Leistungsfaktor. Bei einem symmetrischen dreiphasigen Anschluss entspricht sie ungefähr √3 mal Außenleiterspannung mal Strom mal Leistungsfaktor. Ein typischer europäischer einphasiger Anschluss mit 230 V, 16 A liefert daher etwa 3,7 kW, während ein dreiphasiger Anschluss mit 400 V, 16 A vor Verlusten und anderen Grenzen etwa 11 kW liefert.
Das Fahrzeug muss die angebotenen Phasen nutzen können. Ein dreiphasiger Ladepunkt lässt ein einphasiges Onboard-Ladegerät nicht auf allen drei Phasen laden, und manche Fahrzeuge nutzen bei bestimmten Marktkonfigurationen nur eine oder zwei Phasen. Fahrzeug, EVSE, Kabel, Stromkreis, Gebäudeversorgung und lokales Lastmanagement können jeweils eine niedrigere Strom- oder Leistungsgrenze vorgeben.
Die Phasenkonfiguration ist außerdem vom Anschlusstyp getrennt. Eine Typ-2-Schnittstelle kann einphasiges oder dreiphasiges AC-Laden unterstützen; die tatsächliche Installation und das Fahrzeug bestimmen, was genutzt wird. Beim DC-Schnellladen wird Netzwechselstrom nicht direkt in das Onboard-Ladegerät des Fahrzeugs eingespeist. Die Umwandlung erfolgt stattdessen im externen Ladegerät.
Dimensionierung von Stromkreisen, feste Kabel, Wallboxen mit Steckdose, Lastmanagement und den Unterschied zwischen Versorgungskapazität und Fahrzeug-Ladegrenzen erläutert Home EV Charging.