Magnetorheologische Dämpfer
Magnetorheologische Dämpfer sind semiaktive Dämpfer mit einer Flüssigkeit, die magnetisch reagierende Partikel enthält, und einem elektromagnetisch geregelten Strömungsdurchlass.
Wie sich die Flüssigkeit verändert
Ändert sich das Magnetfeld, bilden die Partikel Strukturen, die den Strömungswiderstand der Flüssigkeit im Dämpfer erhöhen. Die Steuerung kann dadurch die Dämpfkraft schnell und ohne ein herkömmliches bewegliches Proportionalventil verändern. MagneRide von BWI Group ist eine Serienanwendung dieses Prinzips.
Der Dämpfer bleibt semiaktiv. Er verändert den Widerstand gegen eine vorhandene Federbewegung, kann jedoch nicht wie ein angetriebener Aktuator eine beliebige Kraft ausüben. Seine Leistung wird weiterhin durch Kolbenstangengeschwindigkeit, verfügbaren Strom, Magnetkreis, Flüssigkeitstemperatur und die Krafthüllkurve des Dämpfers begrenzt.
Magnetorheologische Technik beschreibt, wie die variable Dämpfkraft erzeugt wird, nicht die vollständige Fahrwerksstrategie. Sensoren, Schätzung der Aufbaubewegung, Regelsoftware, Federn, Reifen, Geometrie und Fahrmodusabstimmung bestimmen, wie das Fahrzeug diese Fähigkeit nutzt. Ein breiterer Kraftbereich kann Entwicklern helfen, eine komfortorientierte Radreaktion von stärkerer Aufbaubeherrschung zu trennen, beseitigt aber nicht die grundlegenden physikalischen Zielkonflikte.
Dämpfermechanik und den Vergleich mit hydraulischen Proportionalventilsystemen erklärt Suspension Dampers.