Lineare, degressive und progressive Dämpfung

Zuletzt geändert: Aug. 03, 2026

Lineare, degressive und progressive Dämpfung beschreibt, wie sich die Dämpferkraft bei steigender Kolbenstangengeschwindigkeit verändert.

Hauptformen der Kennlinie

  • Lineare Dämpfung: Die Kraft steigt im beschriebenen Bereich ungefähr proportional zur Kolbenstangengeschwindigkeit.
  • Degressive Dämpfung: Die Kraft baut sich bei niedriger Geschwindigkeit relativ schnell auf und steigt langsamer weiter, nachdem ein Ventil oder Shim-Kreis öffnet. Das kann die Karosserie abstützen und zugleich den Kraftanstieg bei schärferen Anregungen begrenzen.
  • Progressive Dämpfung: Die Kraft steigt mit zunehmender Kolbenstangengeschwindigkeit immer steiler an. Dadurch kann bei schneller werdender Bewegung mehr Kontrolle entstehen.

Unterschied der Begriffe

Diese Bezeichnungen beschreiben die Steigung eines Abschnitts der Kraft-Geschwindigkeits-Kennlinie, nicht die Qualität des gesamten Fahrwerks. Ein Dämpfer kann in verschiedenen Geschwindigkeitsbereichen unterschiedliche Formen haben, und Druck- und Zugstufe müssen nicht gleich verlaufen. Übergangspunkt, Kraftniveau, Hysterese, Temperaturstabilität und die Gleichmäßigkeit der Ventilfunktion sind ebenso wichtig wie die Kategorie.

Die Begriffe beschreiben außerdem weder positionsabhängige Endanschläge noch eine progressive Feder. Diese hängen vom Federweg und nicht nur von der Kolbenstangengeschwindigkeit ab. Ein sinnvoller Vergleich benötigt daher die vollständigen Prüfbedingungen sowie Druck- und Zugstufenlinien. Die zugrunde liegende Dämpfermechanik und die Zielkonflikte erläutert Suspension dampers.

Quellen

Weitere Informationen