Frequenzselektive Dämpfung (FSD)

Zuletzt geändert: Aug. 03, 2026

Frequenzselektive Dämpfung (FSD) ist ein passives Dämpferprinzip, das über einen internen Hydraulikpfad unterschiedlich auf verschiedene Muster und Frequenzen der Federbewegung reagiert.

Wie FSD reagiert

Bei der FSD-Ausführung von KONI ergänzt ein hydraulisches Regelventil das Hauptventil des Dämpfers. Anhaltende, niederfrequente Aufbaubewegungen und kürzere, höherfrequente Fahrbahnanregungen erzeugen unterschiedliche Druck- und Strömungsverläufe. Dadurch kann sich die Dämpferkennlinie ohne elektronische Sensoren, Steuergerät oder externe Energieversorgung verschieben.

„Frequenzselektiv“ bedeutet nicht, dass der Dämpfer die Frequenz als digitales Signal misst oder einen Fahrmodus wählt. Seine mechanischen Ventile reagieren auf den zeitlichen Verlauf und die Druckhistorie, die durch die Dämpferbewegung entstehen. Das Ergebnis hängt weiterhin von Kolbenstangengeschwindigkeit, Hub, Kraftabstimmung, Temperatur sowie Federn, Reifen und Fahrwerksgeometrie des Fahrzeugs ab.

FSD ist somit im mechanischen Sinn adaptiv, bleibt aber passiv. Es kann weder eine beliebige Kraft anfordern noch einen Fahrbahnimpuls voraussehen. Es unterscheidet sich außerdem von einem elektronisch geregelten adaptiven Dämpfer, dessen Steuerung anhand von Sensor- und Fahrzeugdaten einen anderen Ventilzustand anfordern kann.

Passives Ventilverhalten und den Vergleich mit elektronischer Dämpfung erklärt Suspension Dampers.

Quellen

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