Bidirektionales Laden

Zuletzt geändert: Aug. 02, 2026

Bidirektionales Laden ermöglicht es, elektrische Energie sowohl in die Batterie eines Elektrofahrzeugs zu übertragen als auch über kompatible Geräte wieder daraus abzugeben. Der Begriff beschreibt eine Fähigkeit des Ladesystems, nicht ein bestimmtes Ziel oder eine bestimmte Dienstleistung für die ausgespeiste Energie.

Was dazu gehört

Beim gewöhnlichen Laden fließt Strom von einem Gebäude oder Ladepunkt in das Fahrzeug. Ein bidirektionales System kann diesen Energiefluss umkehren, wenn Fahrzeug, EVSE, Leistungselektronik, Kommunikation, Installation und Steuerungssoftware dies jeweils unterstützen.

Der Bestimmungsort legt den Anwendungsfall fest. Die ausgespeiste Energie kann ein mobiles Gerät, ein Wohnhaus, ein Gewerbegebäude, ein anderes Fahrzeug oder das Stromnetz versorgen. Diese Anwendungen werden üblicherweise als V2L, V2H, V2B, V2V und V2G bezeichnet. Die Unterstützung einer Variante belegt nicht die Unterstützung der anderen.

Wichtige Abgrenzung

Ein als bidirektional beworbenes Fahrzeug ist nicht automatisch für Vehicle-to-Grid-Dienste einsatzbereit. Eine netzgekoppelte Einspeisung kann eine kompatible EVSE, elektrischen Schutz, einen genehmigten Netzanschluss, Messung, ein Versorger- oder Marktprogramm und eine Zulassung nach den örtlichen Vorschriften erfordern. Im Notstrombetrieb kann ein Haus oder Gebäude stattdessen vom Netz getrennt werden, bevor das Fahrzeug es versorgt.

Bidirektionales Laden unterscheidet sich außerdem vom intelligenten unidirektionalen Laden. Intelligentes Laden kann Zeitpunkt oder Leistung der Energiezufuhr zur Batterie verändern, ohne eine Rückspeisung zu ermöglichen.

Systemarchitektur, Standards, Anwendungsfälle und Prüfpunkte für Käufer erläutert Bidirectional Charging.

Quellen

Weitere Informationen