Audi A2 e-tron - Was wissen wir

Zuletzt geändert: März 22, 2026

Audi A2 e-tron - Was wir wissen

Audi hat den A2 e-tron als neue vollelektrische Einstiegsmodellfamilie in der Kompaktklasse bestätigt, deren Weltpremiere für Herbst 2026 geplant ist. Er wird im Stammsitzwerk in Ingolstadt gebaut und ist damit nach dem Q6 e-tron das zweite Elektroauto, das dort gefertigt wird. Der A2 e-tron soll Premium-Elektromobilität in einem kleineren, städtetauglicheren Format zugänglicher machen.

Das macht ihn bereits zu einer der bedeutendsten Ergänzungen im Elektroauto-Portfolio von Audi. Die Marke hat ihr elektrisches Angebot mit größeren und teureren Modellen wie dem Q8 e-tron, Q6 e-tron und e-tron GT erweitert, hatte aber bislang kein kompaktes Elektroauto, das als echter Einstieg dient. Der A2 e-tron soll diese Lücke schließen.

Was bestätigt wurde

Audi hat über die Grundlagen hinaus sehr wenig bestätigt. Der A2 e-tron wird vollelektrisch sein, er gehört zur Kompaktklasse, wird in Ingolstadt gefertigt und feiert seine öffentliche Premiere im Herbst 2026. Audi hat zudem eine erste Silhouettenskizze veröffentlicht, die eine aerodynamisch abfallende Dachlinie mit einem markanten Heckspoiler zeigt, der an den originalen A2 erinnert.

Technische Spezifikationen wurden nicht veröffentlicht. Weder Plattform, Batteriekapazität, Reichweite, Ladegeschwindigkeit, Leistung, Preisgestaltung, Abmessungen noch Karosseriestil sind bestätigt. Das Folgende basiert auf fundierten Annahmen zur aktuellen Elektroauto-Strategie des Volkswagen Konzerns.

Der Name A2

Der ursprüngliche Audi A2 wurde von 1999 bis 2005 produziert. Es war ein Kompaktwagen mit leichter Aluminiumkarosserie, bekannt für hohe Effizienz und intelligente Raumausnutzung. Er verkaufte sich nicht in großen Stückzahlen, erwarb jedoch einen bleibenden Ruf als eines der cleversten und zukunftsweisendsten Designs von Audi. Der Name ist eine bewusste Referenz – Audi verknüpft das neue Modell mit Effizienz und städtischer Alltagstauglichkeit statt mit Leistung oder Luxus.

Plattform und Antriebsstrang

Audi hat die Plattform nicht angekündigt. Basierend auf dem Zeitplan, der Fahrzeugklasse und der breiteren Rollout-Strategie des Volkswagen Konzerns dürfte der A2 e-tron auf der MEB+-Architektur basieren, die auch im kommenden Volkswagen ID. Polo und ID. Cross eingesetzt wird. Diese Plattform nutzt in ihren Kompaktanwendungen den Vorderradantrieb, was eine glaubwürdige Basis für einen Einstiegs-A2 e-tron darstellt.

Verwendet der A2 e-tron tatsächlich MEB+, wird er höchstwahrscheinlich eine 400-Volt-elektrische Architektur nutzen, statt des 800-Volt-PPE-Systems, das bei größeren Audi-Modellen wie dem Q6 e-tron und dem e-tron GT zum Einsatz kommt. Die kompakte und zugängliche Positionierung des A2 e-tron deutet auf die Mainstream-MEB-Seite im Portfolio des Volkswagen Konzerns hin, nicht auf die Premium-PPE-Seite.

Ob Audi eine quattro-Allradvariante anbieten wird, ist unbekannt. Die MEB-Familie unterstützt mehrere Antriebsstrangkonfigurationen, sodass es technisch möglich wäre, jedoch gibt es noch keine Hinweise auf die Anzahl der Motoren, die Ausstattungsstrategie oder darauf, ob quattro zum Start verfügbar sein wird.

Was es von MEB+ übernehmen könnte

Falls die Plattformannahme zutrifft, könnte der A2 e-tron mehrere Eigenschaften mit Volkswagens neuesten kompakten Elektroautos teilen. Der ID. Cross bietet beispielsweise zwei Batteriewahlen (37 kWh LFP und 52 kWh NMC), DC-Schnellladen mit bis zu 105 kW und Motorleistungen von 85 kW bis 155 kW. Die neueste MEB+-Generation bringt zudem aktualisierte Software, One-Pedal-Driving und neuere Fahrassistenzfunktionen.

Audi würde sich vermutlich durch eigenes Innendesign, Materialien und Infotainment-Ansatz differenzieren, doch das technische Grundpaket könnte ähnlich aussehen. Dies sollte als berechtigte Erwartung auf Basis der Plattformteilung betrachtet werden, nicht als bestätigte Audi-Spezifikation.

Markteinführung

Audi hat die Weltpremiere für Herbst 2026 bestätigt. Das heißt, die vollständige Vorstellung mit technischen Spezifikationen und Preisen wird noch in diesem Jahr erwartet. Lieferzeitpunkt und Verfügbarkeit am Markt wurden nicht bekanntgegeben. Europäische Märkte haben aufgrund des urbanen Fokus des Fahrzeugs und der Bedeutung dieses Segments in Europa voraussichtlich erste Priorität.

Was noch unbekannt ist

  • Plattformbestätigung
  • Batteriekapazität und Chemie
  • Reichweite (WLTP oder EPA)
  • Ladegeschwindigkeit
  • Motorleistung und Antriebsstrangkonfiguration
  • Abmessungen und Karosseriestil (Schrägheck, Crossover oder beides)
  • Innenraumdesign und Technologie
  • Fahrassistenzfunktionen
  • Preisgestaltung
  • Marktverfügbarkeit und Lieferzeitpunkt
  • Ob "Modellfamilie" mehrere Karosserievarianten umfasst

Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald weitere Details bekanntgegeben werden.