Transmission sichtbaren Lichts (VLT)
Die Transmission sichtbaren Lichts (VLT) ist der prozentuale Anteil des sichtbaren Lichts, der eine Verglasungsprobe nach einem festgelegten Prüfverfahren durchdringt. In Fahrzeugnormen wird die entsprechende Messgröße häufig Lichttransmission genannt. ISO 13837:2021: Automotive glazing transmittance methods
Zwei Verwendungen des Begriffs
- VLT der Scheibe: Sie beschreibt eine monolithische oder laminierte Verglasungsprobe. Ein höherer Prozentwert bedeutet, dass mehr sichtbares Licht übertragen wird; bei einem niedrigeren Wert gelangt weniger hindurch und die Scheibe wirkt in der Regel dunkler.
- VLT des eingebauten Systems: Sie beschreibt das Ergebnis durch die vollständige Kombination aus Glas und Folie. Die Nenn-VLT einer nachträglichen Folie entspricht nicht automatisch der VLT des fertigen Fensters, weil schon das ursprüngliche Glas nicht das gesamte einfallende Licht durchlässt. Offizielle Foliendaten unterscheiden deshalb Messungen an foliertem Glas. Die Konformität muss anhand der aktuellen Vorschriften für die eingebaute Scheibe in der jeweiligen Rechtsordnung beurteilt werden. 3M: Automotive window-film terminology UNECE Regulation No. 43: Safety glazing
Was VLT nicht misst
VLT ist eine Messgröße für sichtbares Licht. Sie gibt allein weder UV-Transmission, Infrarot-Abweisung, direkte Solarenergietransmission noch gesamte Solarenergietransmission an. Diese Größen erfassen unterschiedliche Spektralbereiche oder Energiepfade durch die Verglasung.
Der Unterschied ist für den Vergleich von Privacy- und Wärmeleistung relevant. Zwei Scheiben können eine ähnliche VLT und dennoch eine unterschiedliche Kontrolle der Solarenergie aufweisen. Umgekehrt kann eine vergleichsweise klar wirkende Scheibe eine infrarotreflektierende Behandlung besitzen. Die Abgrenzung des Sonnenschutzes erläutert Solar-Control and Infrared-Reflective Glass.
Prüfkontext und Zusammenspiel von Tönung, Solarlast und Fahrzeugsystemen behandelt Solar-Control and Acoustic Automotive Glazing.