Statische und dynamische ADAS-Kalibrierung

Zuletzt geändert: Aug. 03, 2026

Statische und dynamische ADAS-Kalibrierung sind fahrzeugspezifische Verfahren, die den geometrischen Bezug für Kameras, Radar, Lidar und andere Fahrerassistenzsensoren wiederherstellen.

Unterschied der beiden Methoden

Statische Kalibrierung erfolgt bei stehendem Fahrzeug. Die Werkstatt positioniert vorgeschriebene Tafeln, Muster oder Reflektoren in kontrollierten Abständen und Winkeln und startet anschließend die Diagnoseroutine des Herstellers.

Dynamische Kalibrierung erfolgt während einer vorgeschriebenen Fahrt. Das System nutzt Fahrbahnmarkierungen, Straßenrandmerkmale oder andere Umgebungsreferenzen, während die geforderten Bedingungen für Geschwindigkeit, Strecke, Wetter und Straße erfüllt sind.

Einige Fahrzeuge benötigen eine Methode, andere beide in festgelegter Reihenfolge. Die Methoden sind keine austauschbaren Wahlmöglichkeiten der Werkstatt. Das genaue Verfahren hängt von Fahrzeug, Sensor, Software, Reparatur, Achsgeometrie und Herstellervorgaben ab.

Eine Kalibrierung kann nach Austausch von Windschutzscheibe oder Stoßfänger, Sensorausbau, Unfallreparatur, Achsvermessung, Fahrwerksarbeit oder einem gespeicherten Kalibrierfehler nötig sein. Eine abgeschlossene Routine bestätigt nur ihre erfüllten Akzeptanzkriterien; sie beweist nicht, dass eine beschädigte Halterung, ungeeignetes Glas, ein verdeckter Sensor oder eine falsche Achseinstellung behoben wurde.

Zu Auslösern, Sensorzustand, Verschmutzung und Reparaturgrenzen siehe Calibration, Cleaning and Sensor Health.

Quellen

Weitere Informationen