Reluktanzmotoren (SynRM, SRM und permanentmagnetunterstützt)
Reluktanzmotoren sind Elektromotoren, die Drehmoment erzeugen, weil sich der Rotor auf den vom Stator erzeugten magnetischen Pfad mit dem geringsten Reluktanzwert ausrichten will.
Hauptformen
Reluktanz ist magnetischer Widerstand und lässt sich grob mit dem Widerstand in einem Stromkreis vergleichen. Der Familienname umfasst Maschinen, die dieses Drehmomentprinzip teilen, aber unterschiedliche Rotorgeometrien, Erregungen und Regelungen verwenden.
- Synchronreluktanzmotor (SynRM): Ein rotierendes Statorfeld zieht einen magnetfreien, ausgeprägten Rotor mit synchroner Drehzahl. Flussbarrieren erzeugen entlang der Rotorachsen unterschiedliche magnetische Reluktanz.
- Geschalteter Reluktanzmotor (SRM): Die Steuerung bestromt die Statorphasen nacheinander, sodass sich ein gezahnter Rotor zu aufeinanderfolgenden ausgerichteten Positionen bewegt. Der Aufbau kann einfach und magnetfrei sein, während Drehmomentwelligkeit und Geräusche sorgfältige Konstruktion und Regelung erfordern.
- Permanentmagnetunterstützter Reluktanzmotor: Magnete liefern zusätzlichen Magnetfluss, während die Rotorsalienz ebenfalls Reluktanzmoment erzeugt. Die Abgrenzung überschneidet sich mit manchen Beschreibungen von Synchronmotoren mit innenliegenden Permanentmagneten. Permanent-Magnet Synchronous Motor (PMSM)
Unterschiede zwischen den Begriffen
SynRM und SRM sind nicht austauschbar. Ein SynRM wird von einem rotierenden Mehrphasenfeld gespeist und läuft synchron; ein SRM schaltet die Phasen positionsabhängig an einzelnen ausgeprägten Polen. Eine permanentmagnetunterstützte Konstruktion enthält Magnete und ist daher kein vollständig magnetfreier Reluktanzmotor, auch wenn das Reluktanzmoment einen großen Anteil hat.
Rotorkonstruktionen, Regelung, Stärken und Grenzen werden ausführlich unter Reluctance Motors erklärt.