Druckstufendämpfung / Zugstufendämpfung
Druckstufendämpfung und Zugstufendämpfung sind Dämpferkräfte, die der Fahrwerksbewegung in den beiden Hubrichtungen entgegenwirken.
Druckstufendämpfung
Die Druckstufendämpfung wirkt, während sich der Dämpfer verkürzt. Sie hilft, Rad- und Karosseriebewegung bei Fahrbahnstößen, Bremsen, Kurvenfahrt und Hubbewegung zu kontrollieren. Übermäßige Kraft kann jedoch Härte übertragen oder verhindern, dass sich das Rad schnell genug über eine Anregung bewegt.
Zugstufendämpfung
Die Zugstufendämpfung wirkt beim Verlängern des Dämpfers. Sie kontrolliert die Freigabe der Federenergie und begrenzt wiederholte Karosserieschwingungen. Zu viel Zugstufenkraft kann das Fahrwerk über aufeinanderfolgende Unebenheiten zusammengedrückt halten, während zu wenig anhaltende Bewegung zulassen kann.
Kraft hängt von Geschwindigkeit und Position ab
Die Dämpferkraft wird normalerweise über der Kolbenstangengeschwindigkeit und nicht der Fahrzeuggeschwindigkeit beschrieben. Low- und High-Speed-Dämpfung beziehen sich auf die Bewegungsgeschwindigkeit des Dämpfers. Ventile, Bypässe, Temperatur, Flüssigkeitszustand, Gasdruck, positionsabhängige Funktionen und elektronische Regelung können die Kennlinie verändern.
Druck- und Zugstufeneinstellungen sind keine direkten Maße für Federsteifigkeit oder Radkraft, weil Bewegungsverhältnis und Einbauwinkel eine Rolle spielen.
Zu Dämpferbauart und Kraft-Geschwindigkeits-Verhalten siehe Suspension Dampers. Wie Dämpferbewegung mit Rad- und Karosseriebewegung zusammenhängt, wird in Suspension Kinematics and Vehicle Dynamics erläutert.