Allradantrieb (AWD)
Allradantrieb (AWD) bedeutet, dass ein Fahrzeug Antriebsmoment an Vorder- und Hinterachse übertragen kann.
Bedeutung bei einem Elektroauto
Ein elektrischer Allradantrieb verwendet üblicherweise eine Antriebseinheit an jeder Achse. Dadurch kann die Software das Drehmoment zwischen Vorder- und Hinterachse variieren, ohne dass eine mechanische Kardanwelle die Achsen verbindet. Andere mechanische Anordnungen sind ebenfalls möglich. Allradantrieb bedeutet nicht, dass alle vier Räder stets gleich viel Drehmoment erhalten, beide Achsen ununterbrochen arbeiten oder jedes Rad einen eigenen Motor besitzt.
Bei geringer Last kann ein Elektroauto hauptsächlich eine Achse nutzen und die andere für Beschleunigung, Traktion, Rekuperation oder Stabilitätsregelung zuschalten. Die mögliche Verteilung wird durch Reifenhaftung, Achslasten, Grenzen von Motoren und Wechselrichtern, Batterieleistung und thermische Bedingungen begrenzt. Allradantrieb beschreibt die Antriebsfähigkeit der Achsen, nicht ein garantiertes Traktionsergebnis.
Mehr zu Motorkombinationen, Achsregelung, Verlusten und Drehmomentverteilung steht unter Multi-Motor EV Architectures.